Walter Nigg: Große Heilige. Von Franz von Assisi bis Therese von Lisieux. Diogenes 2018

Mit der Haltung der Ehrfurcht sieht man in den Heiligen die großen Liebenden der Kirchengeschichte, die nicht kleinliche Nörgelei verdienen, weil diese dem Erlebnis der Liebe nicht angepaßt ist.

– Walter Nigg, Große Heilige, Artemis 1962, 28

Niggs Werke werden viel gerühmt und wenig gelesen. Man sollte ihn durchaus in die Hand nehmen, schon allein deshalb, weil er im Deutschen einer der größten spirituellen Biografen ist und weil das Genre Heiligenleben neben der heiligen Schrift die größten spirituellen Früchte tragen lässt.

Theresia von Lisieux hat hier natürlich ihren Platz, dann Franz von Assisi, Nikolaus von Flüe, Johannes vom Kreuz, Franz von Sales, Gerhard Tersteegen und Johannes Maria Vianney, der Pfarrer von Ars, Katharina von Genua und Joseph von Copertino.

„Die Mitte aller wunderbaren Ereignisse im Lebenslauf des Heiligen ist das Wunder seiner Gottesbegegnung. Der Heilige hat Gottes Gegenwart erfahren. Ihm ist das Wunder des Glaubens geschenkt worden. Gottes Liebe strahlt auch durch den Heiligen hindurch auf die Menschen. Daher ist letztlich jeder Heilige ein Christopherus, ein Christusträger oder ein Christussymbol, das zur Nachfolge begeistern und die Herzen entflammen will. In jedem Heiligen kommt Christus von Neuem auf die Erde.“ (Wolff, Walter Nigg und sein Weg zur Hagiographie)

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