Mit „Christentum schlechthin“, oder wie es in den neueren Übersetzungen genannt wird „Pardon, ich bin Christ“, legt C.S. Lewis ein Standardwerk moderner christlicher Apologetik vor. Es bietet eine überzeugende Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen des christlichen Glaubens
„Ein Hinweis auf den Sinn des Universums“

In einer längeren Reihe an Radioansprachen richtete sich der Autor während des Zweiten Weltkriegs an die britische Öffentlichkeit. In einer Zeit großer Verzweiflung versuchte sich Lewis jeden Mittwoch von 19:45 bis 20:00 Uhr unter dem Titel „Richtig oder Falsch: Ein Hinweis auf den Sinn des Universums“ an einer Herleitung des christlichen Bekenntnisses und den daraus resultierenden moralischen Schlussfolgerungen.
Sein Ziel: „Den Glauben erklären und verteidigen, der fast allen Christen zu allen Zeiten gemeinsam war“.
Seine erste Vortragsreihe wurde schnell sehr bekannt und führte zu geteilten Reaktionen, die zwischen Bewunderung und Wut das gesamte Spektrum abdeckte. Die Leserbriefe motivierten den Schriftsteller wieder auf Sendung zu gehen, um sich mit den Fragen der Zuhörer auseinanderzusetzen.
Eine Zusammenstellung seiner Vorträge
Unter der Begründung, er habe bereits „alles gesagt“ verweigerte Lewis ab 1944 eine weitere Verlängerung der Ansprachenreihe. Seine apologetischen Argumente wurden als Mitschriften zunächst in drei Bänden zusammengefasst. 1952 erschien dann schließlich „Mere Christianity“ als eine gesamte Zusammenstellung seiner Vorträge von 1943.
Als eines der populärsten und beliebtesten Einführungen in das Konzept des christlichen Glaubens, hat sich das Werk weltweit millionenfach verkauft. Dabei bieten seine konfessionsübergreifenden christlichen Argumente gleichsam Gläubigen und Nicht-Gläubigen die Möglichkeit, starke und rationale Argument für den christlichen Glauben zu erforschen.

„Die Wirklichkeit ist meistens ganz anders, als wir vermutet hätten. Das ist einer der Gründe, weshalb ich dem Christentum glaube. Es ist eine Religion, die man sich nicht hätte ausdenken können.
Würde uns der christliche Glaube ein Weltbild vermitteln, das genau unseren Erwartungen entspricht, so würde ich ihn für menschliche Erfindung halten. Tatsächlich gehört er zu den Dingen, die man nicht hätte erfinden können.“
Lewis gelingt es, den christlichen Glauben nicht als bloße Ansammlung von Lehrsätzen darzustellen, sondern als eine vernünftige und zugleich existenziell relevante Antwort auf die großen Fragen des menschlichen Lebens in einer Zeit schlimmster Katastrophen.
Gerade diese Verbindung von intellektueller Klarheit, persönlicher Glaubenssuche und sprachlicher Anschaulichkeit macht „Pardon, ich bin Christ“ bis heute zu einer der lobenswertesten Einführung in die Grundlagen des Christentums.

