Christine Darg: Wunder unter Muslimen. Die Jesus-Visionen. 2008

Jesus und Maria haben ihre Rolle im Koran, die natürlich wesentliche Abweichungen von der christlichen Überlieferung aufweist. Jesus ist dort ein Vorgängerprophet des Islamgründers Mohammed. Umso erstaunlicher ist es, das immer wieder von Jesus-Träumen berichtet wird, von Marien-Träumen. Angeblich sollen 25% aller christlich gewordenen Ex-Muslime über ihre Träume zum Glauben gefunden haben.
Ich durfte kürzlich in der Türkei selbst Zeuge des Traums einer muslimischen Türkin werden, die nach Erklärungen suchte. Sie sah sich selbst im Traum als Maria, schwanger mit Jesus, den sie versteckt zur Welt brachte. Doch vom Kind konnte sie das Gesicht nicht erkennen. Wunderschön, nicht? Ich sagte ihr, dass Jesus ihre Liebe suche, wie eine Mutter ein Kind liebt – doch das sie ihn noch nicht kenne, deshalb sein Gesicht nicht sehen könne. Hoffen wir, dass sie sich auf die Suche macht… Wunder unter Muslimen dokumentiert etliche dieser Träume in verschiedenen muslimischen Ländern. Das Buch gibt es online komplett und frei zugänglich hier. Die Übersetzung ist holperig und die Analysen der Autorin oft vorschnell. Dennoch hat das Buch den großen Wert in einen faszinierenden Teil von Gottes Wirken unter Muslimen einzuführen.
Wunder unter Muslimen Jesusvisionen (c) Verlag Gottfried Bernard

„Ich war überrascht als ich sah, wie sich plötzlich Wolken über einem Hügel zusammenzogen. Nachdem die Wolken sich zusammen gezogen hatten, standen zwei Engel in weißen Gewändern auf dem Hügel und Jesus stand zwischen ihnen. Er verließ die Engel und ging auf die Stelle zu, an der ich stand und alles beobachtete. Er näherte sich mir, ich kniete nieder, und Er legte Seine Hände auf meinen Kopf. Weil ich eine solch tiefe Liebe für Ihn empfand, begann ich Buße zu tun. Der Traum war so überwältigend für mich, aber am Morgen erzählte ich niemandem davon, weil ich mich davor fürchtete, wie meine Familie reagieren würde. Ich schwieg ein ganzes Jahr darüber und erzählte niemandem, was ich erlebt hatte. […]

Im dritten Traum, den ich wieder ein Jahr später hatte, sah ich, als ich Jesus auf dem Hügel ins Gesicht schaute, dass Er voller Erbarmen lächelnd auf mich herunterblickte. Die beiden Engel waren diesmal nicht da, stattdessen war eine große Menschenmenge anwesend. Wir gingen auf Jesus zu, voller Frieden und Freude. Am nächsten Morgen setze ich mich hin, um über diesen jüngsten Traum nachzudenken. Nach drei Jahren traf ich endlich die wichtige Entscheidung, Jesus zu folgen, der mir drei Mal mit solch einer überwältigenden Liebe erschienen war. Der Herr sprach zu mir als ich das Johannesevangelium las: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Dieser Vers baute eine Brücke zwischen mir und Jesus und ich setzte mein ganzes Vertrauen in Ihn.“ (Darg: Wunder unter Muslimen. 2008)


Mehr dieser Erfahrungen sind aufgezeichnet bei Tom Doyle und Greg Webster: Träume und Visionen. Wie Muslime heute Jesus erfahren – 23 wahre Geschichten. Brunnen 2025.