Kirche in Not hat sich nicht nur die materielle Unterstützung notleidender und verfolgter Christen auf die Fahnen geschrieben, sondern auch das Aufmerksammachen auf die Schwierigkeiten für Christen in der ganzen Welt.

2025 hat die päpstliche Stiftung den faszinierenden (manchmal erschreckenden) Bericht Religionsfreiheit weltweit herausgegeben, der über die Lage des Christentums hinaus auch den Zustand anderer Religionsgemeinschaften betrachtet.
Es gibt Dossiers über „Höfliche Verfolgung“, über Myanmar und über Afrikas Dschihadismus, über Indiens Anti-Konversionsgesetze und viele mehr. Über die chinesische Situtation heißt es im Bericht:
Im Gesetz über die patriotische Erziehung von 2023, Paragraf 22 ist von einer „Anpassung der Religionen“ die Rede, die dazu dienen soll, die Vereinbarkeit von Religion und sozialistischer Gesellschaftsform zu verbessern. Im Bildungsgesetz von 2021 heißt es unter Paragraf 8: „Keine Organisation oder Person darf die Religion für Aktivitäten als Vorwand nehmen, die in das staatliche Bildungssystem eingreifen.” Während diese Formulierung geeignet ist, jede religiöse oder katechetische Unterweisung als „Einmischung“ auszulegen, können Behörden auch auf das nationale Gesetz zum Schutz von Minderjährigen von 2020 zurückgreifen, um Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an religiösen Aktivitäten zu verbieten. Dieses Gesetz nennt religiöse „Kulte“ in einem Atemzug mit „Aberglauben“, Terrorismus, Separatismus und Extremismus und stellt damit die Religionen unter den General verdacht der Staatsfeindlichkeit. (Religionsfreiheit weltweit, S. 36)
Es gibt auch einzelne Länderberichte, hochspannend, wie zum Beispiel der Bericht über die Lage in der Türkei, mit aktuellen Zahlen und ausführlichen historisch-politischen Erläuterungen.


