Kategorie: Christliche Geschichte
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Hugo Rahner: Kirche und Staat im frühen Christentum. Kösel 1961
Schlichtweg die beste Kirchengeschichte über die Kirche der Antike. In den ersten Jahrhunderten nach Christus wurde jede mögliche Konstellation der Verbindung von Kirche und Staat durchexerziert. Entsprechend ist die Lektüre von Rahners Werk auch für die Gegenwart augenöffnend, molto soggestivo. Über 400 Seiten, die sich aber, auch ohne völlig vom Fach zu sein, gut lesen…
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Arnold Angenendt: Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert. Aschendorff 2007
Eine unfassbar fleißige Arbeit solider katholischer Aufklärung und Apologetik. Angenendt bearbeitet jedes heiße Eisen der Kirchengeschichte. Aus dem Buch kommt man klüger hervor als man hineingegangen ist, klüger und versöhnt mit schwierigen religiös-historischen Fragen. Hier, bei der DNB, gibt es das komplette Inhaltsverzeichnis.
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Daniel-Rops: Jesus in seiner Zeit. Herold 1963
Eine der großen und einfachen Jesus-Biografien ist die des Franzosen Daniel-Rops. Der Autor hat die Jesus-Biografie als zweiten Teil einer „Histoire Sainte“ herausgegeben, in deren ersten Teil die Geschichte von Gottes auserwähltem Volk Israel aufgerollt wird: Das Volk Gottes: Die Geschichte einer Auserwählung, Grünewald 1948. Das Werk steht in der Liste der 10 besten Bücher…
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Daniel-Rops: Das Volk Gottes. Die Geschichte einer Auserwählung, Grünewald 1948.
Im Französischen gibt es ein Genre, das im Deutschen leider keine Entsprechung hat, die Histoire sainte, also die heilige Geschichte, die Gottes Wirken im alten Bund erzählt. Daniel-Rops hat eine der schönsten „Heiligen Geschichten“ erzählt. Der zweite Teil dieser Erzählung ist seine Jesus-Biografie, als die natürliche Vollendung und der Abschluss der vorgezeichneten Geschichte Israels.
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Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.: Salz der Erde – Gott und die Welt. Gespräche mit Peter Seewald. DVA 2006
Das Genre der päpstlichen Interview-Bücher hat Johannes Paul II. im Gespräch mit dem französischen Journalisten André Frossard erfunden. Salz der Erde war sicherlich das beste Werk aus dieser Reihe, das Interview Papst Benedikts XVI. mit dem deutschen Journalisten Peter Seewald. Das Buch bietet dicht kondensierte Theologie, die zugleich wunderbar ratzingerianisch schlicht daherkommt und ist ein…
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Didache. Die Lehre der zwölf Apostel
Die Zwölfapostellehre ist eines der frühesten Dokumente der Christenheit, eine Kirchenordnung aus dem 1. Jahrhundert. Sie ist ein spirituelles Zeugnis von höchster Kraft, dessen mächtige Worte mit Nachdruck bis zu uns hinüberhallen. Zwei Wege gibt es, einen zum Leben und einen zum Tode; der Unterschied zwischen den beiden Wegen aber ist groß. Der Weg des…
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Arne Molfenter und Rüdiger Strempel: Über die weiße Linie. Wie ein Priester über 6.000 Menschen vor der Gestapo rettete. DuMont 2016
The Scarlet and the Black, oder auf deutsch Im Wendekreis des Kreuzes ist der leichte und amüsante Film über den irischen Prälaten O’Flaherty, der in Rom der Gestapo ein Katz-und-Maus-Spiel lieferte. (Der Film ist natürlich in der ad-fontes-Filmliste!) Die Geschichte wird im Buch Über die weiße Linie neu aufgerollt. Das Buch ist ein „Sachbuch-Thriller“ (sagt…
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Lucia de Jesus: Schwester Lucia spricht über Fatima. Fatima 2007
Seit 1917 schlagen die Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima alle möglichen Menschen in ihren Bann. Sie beeindrucken in ihrer Gewalt: die Sonne wirbelt über die Erde hinweg und die Hölle zeigt ihren Schlund. Sie faszinieren in ihrer mütterlich strengen Pädagogik mit den Hirtenkindern, die erst vom Engel, dann von Maria selbst zu beten gelehrt werden.…
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Henryk Sienkiewicz: Sintflut. eartnow 2018
Henryk Sienkiewiczs „Sintflut“ ist der polnische Nationalroman und der entsprechende Film von 1974 ist Polens Nationalfilm geworden. Die Sintflut, die über Polen hineinbricht ist der schwedische Krieg. Die Befreiung wird natürlich am heiligen Berg Mariens errungen, an Jasna Gora, also in Tschenstochau. Der Mensch handelt, Gott lenkt: der Roman ist auch die Glaubensgeschichte des Haudegens…
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Reinhold Schneider: Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit. Ullstein 1968
Reinhold Schneider ist kein Katechet sondern ein Nostalgiker. Er nimmt jedes Stück Habsburger-Geschichte, das er bekommen kann, spürt sich gierig in seine Tiefe und sein Drama hinein, den Leser mit sich reißend, und wringt aus der Menschengeschichte den göttlichen Teil heraus. So steht er neben Las Casas und sieht Gott erst in dessen Seele, dann…
