
Bishop Robert Barron ist in Deutschland ein rotes Tuch. Nicht so sehr aufgrund seiner riesigen Online-Missionsmaschine „Word on Fire„, sondern als vermeintlicher Trumpscher Steigbügelhalter. Fakt ist: der Mann hat der Kirche ein paar schöne Werke geschenkt, nicht nur auf Youtube, sondern auch als Buch. Zu seinem Eucharistie-Buch gibt es hier einen Gastbeitrag von Anna Liepold. Merci!
Das Buch von Bischof Barron ist sein Beitrag zu einer eucharistischen Erneuerung. Mit diesem Buch verfolgt er das Ziel, ein neues theologisches Verständnis für die Eucharistie allen Menschen leicht zugänglich zu machen.
Das Buch ist in die drei Abschnitte „Die Eucharistie als heiliges Mahl“, „Die Eucharistie als Opfer“ und „Wenn es ein Symbol ist – Hol’s der Teufel“ unterteilt.
Im ersten Abschnitt zeigt Barron theologisch eingebettet in die Genesis, den Sündenfall und das Leben und Wirken Jesu, dass die Eucharistie tiefe Gemeinschaft stiftet. Dabei verdeutlicht er auch die Heilsbedeutung für uns und die eschatologische Dimension der Heiligen Messe.
Im Kapitel „Die Eucharistie als Opfer“ erklärt Bischof Barron wie die alttestamentlichen Opfer der Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott dienten und wie Jesus als das Lamm Gottes den Bund mit Gott vervollkommnet. Davon ausgehend beschreibt er die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus und welche Auswirkungen diese für unser geistliches Leben und unsere Gemeinschaft mit Gott hat.
Im letzten Kapitel geht Bischof Barron der großen Streitfrage nach, ob die Eucharistie Symbol oder Realpräsenz Christi ist. Dabei geht er zum einen exegetisch durch die Bibelstelle Johannes 6, zum anderen befasst er sich mit den Zeugnissen der Kirchenväter, mit der Kritik von Berengar, sowie mit zeitgenössischen Annäherungen an die Realpräsenz. Außerdem stellt er die Eucharistie- und Sakramentenlehre des Thomas von Aquin dar.
Mit diesem Buch schreibt Bischof Barron eine theologisch sehr dichte und die wesentlichen Streitfragen betreffende Zusammenschau über die Eucharistie. Besonders lesenswert ist dieses Buch, weil es sehr anschaulich die Zusammenhänge der Eucharistie vom Beginn der Schöpfung, über das Leben Jesu, bis hin zu ihrer Zukunftsbedeutung erklärt. Gleichzeitig wird man beim Lesen immer wieder eingeladen, sich die Frage zu stellen, was all diese Darstellungen über die Eucharistie mit meinem Leben zu tun haben. Deshalb die herzliche Einladung sich durch dieses Buch neu von der Gegenwart Jesu in der Eucharistie entzünden zu lassen!
Mehr von Barron? Hier!

