Der Jerusalem-Pilger

Der geographische Mittelpunkt unseres Glaubens ist natürlich Jerusalem: Ort des Tods und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Für alle Pilger, jetzt oder bald, gibt es hier die wichtigsten Quellen:

Nr. 1: die Evangelien natürlich. Gottes Heilige Worte und die letzten Tage Jesu sind für Christen die Quelle der Liebe zu Jerusalem (und zum Rest des Heiligen Landes natürlich, insbesondere zu den Dörfern am See Genesareth, an dem Jesus drei Jahre gelebt hat).

Nr. 2: der beste Lehrer über biblische Jesus-Archäologie, Bargil Pixner und von ihm insbesondere Mit Jesus in Jerusalem (Seine ersten und letzten Tage in Judäa) und Mit Jesus durch Galiläa. Der Mann ist ein Genie. Mit niemanden versteht man die Symbolik und das Erbe der Orte besser als mit ihm. Wer mehr braucht, kann noch in Wege des Messias hineinschauen, persönlich habe ich das Buch schon dreimal gelesen.

Nr. 3: gehen sie in die Grabeskirche (siehe Katholische Orte) zur täglichen Prozession um 15 Uhr. Die Prozession geht alle heiligen Stätten der heiligsten Kirche der Christenheit ab, gesungen auf Latein. Das prächtigste Stück katholische Liturgie jenseits der Messe. Wer nicht genug bekommt geht täglich. Wer noch nicht genug bekommt, kann sich nachts in der Grabeskirche einschließen lassen. Ebenfalls ein Muss. Infos dazu unter dem folgenden Punkt.

Nr. 4: Messen überall! Die Übersicht über die heiligen Messen an allen Wallfahrtsstätten gibt es hier.

Nr. 5: der beste Jerusalem-Roman aller Zeiten ist zur Vorbereitung ein Muß und ein Genuß, Franz Werfel: Jeremias. Mit dem Propheten in die Heilige Stadt. Man kann auch andere Romane versuchen, Ben Hur zum Beispiel, der spielt auch ein wenig in Jerusalem.

Nr. 6: Filme gefällig? Als ersten, gewaltigen, schockierenden Film natürlich Die Passion Christi von Mel Gibson (hier, in der Filmliste) oder, ganz anderes Genre, das wunderschöne Epos Exodus über die Flucht der europäischen Juden nach Israel. Für alle Fans von fetten Hollywood-Streifen gibt es natürlich Kingdom of Heaven, mit der Niederlage der Kreuzritter.

Nr. 7: Schließlich braucht es Theologie. Ich empfehle Brant Pitre: Jesus und die jüdischen Wurzeln der Eucharistie. Außerdem theologisch-spirituell: Romano Guardini: Der Herr.