Kategorie: Christliche Literatur

  • Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz, Anaconda 2019

    Gehört der Kleine Prinz in die Kategorie Christliche Literatur? Das Wort „Gott“ kommt nicht darin vor. Dennoch: vermutlich ist das Buch dennoch christlich, nicht nur weil der Autor ein frommer Katholik war. Der kleine Junge ist ein irgendwie an Christus angelehnter Weisheitslehrer und ein „neutestamentlicher Geist“ schwebt über dem Werk (Michelsen). Es ist unendlich viel…

  • Manfred Lütz: Gott. Eine kleine Geschichte des Größten. Droemer 2019

    Manfred Lütz hat sich mit dem Kirchen-Psychogramm Der blockierte Riese. Psycho-Analyse der katholischen Kirche in die Köpfe der deutschen Kirchenleute geschrieben. Sein Büchlein Gott ist eine Art Apologetik unter dem Satz „Gott sei Dank, Gott existiert nicht – wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?“ Das Buch kann man auch Leuten schenken, die…

  • Wilhelm Hünermann: Der Pfarrer von Ars. Johannes Vianney. Tyrolia 2010

    Wilhelm Hünermann: Priester und der bedeutendste unter den deutschen Verfassern von Heiligenviten, leicht romanciert, leicht lesbar, tief einprägsam. Hier ist das Leben des berühmten Curé d’Ars, Jean-Marie Vianney, des schlichten Mannes, der gegen Widerstände Priester wird, dann Priester-Asket, Heiliger, Beichtvater der Nation in seinem Beichtstuhl im Kaff. Mehr von Hünermann: hier!

  • Gilbert Cesbron: Die Heiligen gehen in die Hölle. Ullstein 1960

    Völlig gegen seinen Ruf ist die Arbeiterpriester-Bewegung in Frankreich ein Akt größter Frömmigkeit gewesen. Die der Kirche völlig verlorenen Arbeiterschichten mussten irgendwie für Gott zurückgewonnen werden – dafür waren viele bereit, alles aufzugeben, jeglichen Komfort, Stellung, und die Soutane. Cesbron Roman ist das Monument, das den Arbeitpriestern errichtet wurde. Grandios und bewegend. Der berühmteste Autor…

  • G.K. Chesterton: Orthodoxie. Eine Handreichung für die Ungläubigen. Fe-Medienverlag 2022

    Chesterton ist sicher der meistkommentierte aller ungelesenen Autoren. Er macht es auch nicht einfach. Orthodoxie ist reine Apologetik, allerdings ausschließlich als ironisches Pamphlet verfasst. Man muss gut konstituiert sein, um daraus theologische und geistige Erbauung zu ziehen. Aber da das Buch zum katholischen Erbe hinzugehört, muss es hier stehen und gehört in jedes ordentliche Bücherregal!…

  • Werner Bergengruen: Der Starost. Nymphenburger 1951

    Bergengruen war ein wichtiger Nachkriegszeit-Bewältiger im kranken Deutschland. Ein Deuter der Geschichte aus dem Wort Gottes heraus. Ein gläubiger Minnesänger für sein trostbedürftiges Land. Ich hatte dies Land in mein Herz genommenIch habe ihm Boten um Boten gesandt.In tausend Gestalten bin ich gekommen.Ihr aber habt mich in keiner erkannt. Der Starost ist die Geschichte eines…

  • Francine Rivers: Hadassa – eine Sklavin in Rom. Gerth Medien 2013

    Urkirchenroman (und -Romanze) aus den USA. Hadassa ist der erste von drei Romanen einer kurzen Reihe, die fortgeführt wird mit Rapha. Ephesus – An den Türen des Todes und Atretes – Flucht nach Germanien. Mehr von Francine Rivers gibt es hier. Mehr aus der Urkirche gibt es natürlich in dem prächtigen Roman von Henryk Sienkiewicz:…

  • Jan Dobraczyński: … nimm das Kind und seine Mutter: Ein Joseph-Roman, Brendow 1978

    Das polnische Original trägt den Titel Cien Ojca – Der Schatten des Vaters. Der Kommentar dazu stammt vom Papst, von Papst Franziskus: In seinem Buch ,Der Schatten des Vaters‘ erzählte der polnische Schriftsteller Jan Dobraczyński in Romanform das Leben des heiligen Josef. Mit dem eindrucksvollen Bild des Schattens umreißt er die Gestalt Josefs, der in…

  • Francine Rivers: Saat des Segens. Gerth Medien 2023

    Francine Rivers ist in den Vereinigten Staaten eine verlässliche Bestseller-Autorin historischer Romane. Seit ihrer Bekehrung als evangelikaler Christin schreibt sie weiter und widmet sich besonders den biblischen Figuren. Saat des Segens (englisch Lineage of Grace) ist ein Sammelband von fünf Bibelromanen aus den Jahren 2000 und 2001, die den heiligen Frauen gewidmet sind: Frau der…

  • Hans Conrad Zander: Der erste Single. Jesus, der Familienfeind, Gütersloher Verlagshaus 2010

    Zander ist in Köln der produktivste Zyniker und der böseste Apologetiker der Neuzeit. Man kann sich bei diesem Pamphlet für den Zölibat prächtig amüsieren (wenn man vor so viel Respektlosigkeit nicht allzusehr schockiert ist). Kostprobe? Deutlich weniger emanzipiert als die Jüngerinnen wirkenleider im Evangelium die Jünger. Na ja, es waren ja auch Männer.Dazu noch, anders…