Kategorie: Christliche Literatur
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Franz Werfel: Stern der Ungeborenen. Ein Reiseroman. Hofenberg 2016
Franz Werfels kurios psychedelischer Roman, eine Reise ins Universum und zugleich ins Innere des Menschen. Mehr von Werfel gibt es hier. Ein alter Spruch sagt: Veritas vincit. „Die Wahrheit siegt.“ In diesem Spruch steckt eine protestantisch idealistische Überschätzung der irdischen Verwirklichung. Gewiß, am Ende aller Menschheitstage wird die Wahrheit gesiegt haben. Bis dahin aber geschieht…
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Joseph Malègue: Augustin. Benziger 1956
Ein Klassiker, allerdings ein niegelesener. Um die Übersetzung zu erwerben, muss man sich spitzfindig auf die antiquarische Suche machen, wird dann allerdings mit einer perfekten Arbeit belohnt. Jenseits des psychologischen Auf und Ab der Hauptperson, Augustin Meridier, steht der intellektuelle Unterbau des französischen Katholizismus im Licht, sein Modernismus, auch seine Mittelmäßigkeit. Die Fräulein Savouré, deren…
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Marie Noël: Erfahrungen mit Gott. Matthias-Grünewald 2005
Marie Noël ist ein Zweig auf demselben katholischen Stamm, dessen Saft auch den dunklen Georges Bernanos genährt hat: heiliges, zartes Licht inmitten von nagender Dunkelheit. Sie wird zugleich von der gleichen französischen Leichtigkeit, auf der auch Madeleine Delbrêl schwebt, getragen. Es gibt Tage, an denen ich bedrückt, träge, gewöhnlich, irdisch bin, unfähig das Unsichtbare zu…
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Anton de Waal: Katakomben-Bilder. Sechs Erzählungen aus den ersten Jahrhunderten der römischen Kirche. hanse 2017
Anton de Waal war Priester, Biograph und Historiker und hat ein wunderbares Gesamtwerk hinterlassen, das besonders die Urkirche beleuchtet. Ein schöner Teil daraus sind die Katakomben-Bilder, romancierte Erzählungen wahrer Begebenheiten. Allen Erzählungen liegt nicht nur ein geschichtlicher Kern zu Grunde, sondern meistens sind sämmtliche Hauptpersonen historisch, und ich habe sie genau nach dem Leben zu…
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Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz, Anaconda 2019
Gehört der Kleine Prinz in die Kategorie Christliche Literatur? Das Wort „Gott“ kommt nicht darin vor. Dennoch: vermutlich ist das Buch dennoch christlich, nicht nur weil der Autor ein frommer Katholik war. Der kleine Junge ist ein irgendwie an Christus angelehnter Weisheitslehrer und ein „neutestamentlicher Geist“ schwebt über dem Werk (Michelsen). Es ist unendlich viel…
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Manfred Lütz: Gott. Eine kleine Geschichte des Größten. Droemer 2019
Manfred Lütz hat sich mit dem Kirchen-Psychogramm Der blockierte Riese. Psycho-Analyse der katholischen Kirche in die Köpfe der deutschen Kirchenleute geschrieben. Sein Büchlein Gott ist eine Art Apologetik unter dem Satz „Gott sei Dank, Gott existiert nicht – wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?“ Das Buch kann man auch Leuten schenken, die…
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Wilhelm Hünermann: Der Pfarrer von Ars. Johannes Vianney. Tyrolia 2010
Wilhelm Hünermann: Priester und der bedeutendste unter den deutschen Verfassern von Heiligenviten, leicht romanciert, leicht lesbar, tief einprägsam. Hier ist das Leben des berühmten Curé d’Ars, Jean-Marie Vianney, des schlichten Mannes, der gegen Widerstände Priester wird, dann Priester-Asket, Heiliger, Beichtvater der Nation in seinem Beichtstuhl im Kaff. Mehr von Hünermann: hier!
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Gilbert Cesbron: Die Heiligen gehen in die Hölle. Ullstein 1960
Völlig gegen seinen Ruf ist die Arbeiterpriester-Bewegung in Frankreich ein Akt größter Frömmigkeit gewesen. Die der Kirche völlig verlorenen Arbeiterschichten mussten irgendwie für Gott zurückgewonnen werden – dafür waren viele bereit, alles aufzugeben, jeglichen Komfort, Stellung, und die Soutane. Cesbron Roman ist das Monument, das den Arbeitpriestern errichtet wurde. Grandios und bewegend. Der berühmteste Autor…
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G.K. Chesterton: Orthodoxie. Eine Handreichung für die Ungläubigen. Fe-Medienverlag 2022
Chesterton ist sicher der meistkommentierte aller ungelesenen Autoren. Er macht es auch nicht einfach. Orthodoxie ist reine Apologetik, allerdings ausschließlich als ironisches Pamphlet verfasst. Man muss gut konstituiert sein, um daraus theologische und geistige Erbauung zu ziehen. Aber da das Buch zum katholischen Erbe hinzugehört, muss es hier stehen und gehört in jedes ordentliche Bücherregal!…
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Werner Bergengruen: Der Starost. Nymphenburger 1951
Bergengruen war ein wichtiger Nachkriegszeit-Bewältiger im kranken Deutschland. Ein Deuter der Geschichte aus dem Wort Gottes heraus. Ein gläubiger Minnesänger für sein trostbedürftiges Land. Ich hatte dies Land in mein Herz genommenIch habe ihm Boten um Boten gesandt.In tausend Gestalten bin ich gekommen.Ihr aber habt mich in keiner erkannt. Der Starost ist die Geschichte eines…

