Kategorie: Christliche Literatur
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Rudolf Linge: Das Leben ist reicher. St. Benno 1962
Der in Oslo lebende Oberstaatsanwalt Dr. Lars Hansen hat viel erreicht: Wohlstand, gesellschaftliches Ansehen, berufliche Erfolge und eine Jagdhütte an einem idyllischen Fjord für die Stunden der Erholung lassen keinen Grund zur Klage. Eigentlich. Doch dann gerät sein geruhsames Leben durch eine Begegnung ins Wanken, die ihn mit einer lang verdrängten Tat aus der Vergangenheit…
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Reinhold Schneider: Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit. Ullstein 1968
Reinhold Schneider ist kein Katechet sondern ein Nostalgiker. Er nimmt jedes Stück Habsburger-Geschichte, das er bekommen kann, spürt sich gierig in seine Tiefe und sein Drama hinein, den Leser mit sich reißend, und wringt aus der Menschengeschichte den göttlichen Teil heraus. So steht er neben Las Casas und sieht Gott erst in dessen Seele, dann…
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Georges Bernanos: Der Betrug. Johannesverlag 2012
L’imposture ist ein getreulicher Bernanos-Roman: unter seiner Feder schreitet man durch die dunklen Abgründe der Seelen von Priestern und Gläubigen, die der Autor besser kennt als irgendjemand sich selbst kennen könnte. Die Gnade Gottes ist der einzige Weg hinaus aus der Sackgasse menschlicher Finsternis. Bernanos hat in Frankreich nicht umsonst den Status einer Art Laien-Kirchenvaters…
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Jeremias Gotthelf: Die schwarze Spinne. Anaconda 2007
Wo es Licht gibt, gibt es Schatten. So muss es auch eine Teufelsliteratur geben. Manche davon ist fromm – jedenfalls hoffnungserfüllt, wie Gotthelfs „Spinne“ oder wie die fröhliche Aachener Teufelssage, auch wenn nie recht feststeht, ob es Menschenlist ist, die den Teufel besiegt, oder Gottvertrauen. Manches ist völlig in Dunkelheit umhüllt und der Mensch steht…
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Sigrid Undset: Katharina Benincasa. Bonner Buchgemeinde 1953
Mit Katharina Benincasa widmet sich die norwegische Nobelpreisträgerin Sigrid Undset dem Leben und Wirken der heiligen Katharina von Siena. Sie entwirft damit ein weiteres Mal ein inspirierendes Frauenporträt, in dem, anders als bei der historischen Romantrilogie Kristin Lavranstochter, mit der ihr Name untrennbar verbunden ist, die Vita einer Persönlichkeit vor den Augen des Lesers Gestalt…
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Reinhold Schneider: Philipp der Zweite oder Religion und Macht. Deutsche-Buch-Gemeinschaft 1959
Der Meister des nostalgischen Wegs in den Glauben öffnet die Tür in das große katholische Spanien des 16. Jahrhunderts. Überwältigend. Reinhold Schneiders Leidenschaft gilt Habsburg einerseits, andererseits Hohenzollern, wie auch immer das beides zusammengehen mag. Mehr von Reinhold Schneider gibt es hier, auf ad-fontes.org. Vor allem aber gibt es hier einiges aus dem Philipp-Buch. Das…
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Gertrud von le Fort: Der Kranz der Engel. Ehrenwirth 1950
Der „Kranz der Engel“ ist der zweite Abschnitt, der auf das „Schweißtuch der Veronika“ folgt. Veronika trifft in Heidelberg auf ihren Enzio, aus der Freundschaft folgt das Verlöbnis, zwischen der mystischen Katholikin und dem Sturm-und-Drang-getriebenen revolutionären Dichter. Alles drängt aufs Drama zu, in dichter deutscher Romantik. Die Mächte der Unterwelt drängen, scheinen siegreich, doch werden…
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C. S. Lewis: Pardon, ich bin Christ. Fontis 2016
Mit „Christentum schlechthin“, oder wie es in den neueren Übersetzungen genannt wird „Pardon, ich bin Christ“, hat C.S. Lewis ein Standardwerk moderner christlicher Anthropologie vorgelegt. In einer längeren Reihe an Radioansprachen richtete sich der Autor während des Zweiten Weltkriegs an die britische Öffentlichkeit. In einer Zeit großer Verzweiflung versuchte sich Lewis jeden Mittwoch von 19:45…
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Gertrud von Le Fort: Das Schweißtuch der Veronika. Weltbild 1985
Gibt es ein Genre „Bekehrungsroman„? Falls ja, haben wir hier den schönsten Vertreter der Gattung. Im deutsch-humanistischen agnostizistischen und in Rom lebenden Bürgertum entdeckt Veronika den Glauben auf dem Grund ihrer Seele. Sie tritt in eine geistige Konfrontation und Freundschaft mit einem jungen atheistischen, ebenfalls deutschen Künstler. Und das Drama nimmt seinen Lauf. Editorisch verwirrend…
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Gertrud von Le Fort: Die Letzte am Schafott und andere Erzählungen. 1980
„Die letzte am Schafott“ ist eine Ordensschwester, eine Karmelitin des Karmels von Compiègne, die als letzte den Gang zur Guillotine auf sich nimmt. Gertrud von Le Fort hat diese Geschichte der französischen Revolution ausgegraben und ihr Leben eingehaucht. Damit hat sie die bewegende Anekdote der französischen Märtyrer der Vergessenheit entrissen und ihre spätere Berühmtheit vorbereitet,…
