Schlagwort: Frankreich

  • Simone Weil: Das Unglück und die Gottesliebe. Matthes & Seitz 2024

    Frisch wieder neu aufgelegt, Simone Weil, eine der bedeutenden, berührenden, himmelhoch aufrichtigen Französinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Buch sammelt (posthum) die Briefe Weils an den Dominikanerpater Joseph-Marie Perrin: Briefe, die ihre Liebe zur Kirche beschreiben, und zugleich den Grund, warum sie nicht konvertieren kann. Auf französisch heißt der Titel – Attente de…

  • Marie Noël: Erfahrungen mit Gott. Matthias-Grünewald 2005

    Marie Noël ist ein Zweig auf demselben katholischen Stamm, dessen Saft auch den dunklen Georges Bernanos genährt hat: heiliges, zartes Licht inmitten von nagender Dunkelheit. Sie wird zugleich von der gleichen französischen Leichtigkeit, auf der auch Madeleine Delbrêl schwebt, getragen. Es gibt Tage, an denen ich bedrückt, träge, gewöhnlich, irdisch bin, unfähig das Unsichtbare zu…

  • Madeleine Delbrêl: Leben gegen den Strom. Denkanstöße einer konsequenten Christin. Herder 1992

    Madeleine Delbrêl ist eine der vielen französischen Perlen geistlichen Lebens. Ihre Denkanstöße sind vergleichbar mit den wunderbaren Großstadtnotizen von dem Berliner Priester Carl Sonnenschein. Sie ist desselben Geistes Kind wie die frommen Helden der Arbeiterpriesterbewegung (Vgl. Jacques Loew und vgl. den Roman von Gilbert Cesbron: Die Heiligen gehen in die Hölle). So weiß sie in…

  • Jacques Loew: Auf dein Wort hin. Ein Bild des Apostels heute. Styria 1968

    Jacques Loew ist eine der fantastischsten Gestalten der französischen Kirche: Dominikaner zunächst – dann Arbeiterpriester – dann gehorsamer Diener Roms, der den Arbeitskittel wieder ablegt und den Habit wieder aufnimmt – stets aber ein Mann tiefer und kluger Frömmigkeit, die in seinen Büchern schimmert. Auf dein Wort hin ist sein Werk einer missionarischen Priesterspiritualität. Allen…

  • Antoine de Saint-Exupéry: Der kleine Prinz, Anaconda 2019

    Gehört der Kleine Prinz in die Kategorie Christliche Literatur? Das Wort „Gott“ kommt nicht darin vor. Dennoch: vermutlich ist das Buch dennoch christlich, nicht nur weil der Autor ein frommer Katholik war. Der kleine Junge ist ein irgendwie an Christus angelehnter Weisheitslehrer und ein „neutestamentlicher Geist“ schwebt über dem Werk (Michelsen). Es ist unendlich viel…

  • Gilbert Cesbron: Die Heiligen gehen in die Hölle. Ullstein 1960

    Völlig gegen seinen Ruf ist die Arbeiterpriester-Bewegung in Frankreich ein Akt größter Frömmigkeit gewesen. Die der Kirche völlig verlorenen Arbeiterschichten mussten irgendwie für Gott zurückgewonnen werden – dafür waren viele bereit, alles aufzugeben, jeglichen Komfort, Stellung, und die Soutane. Cesbron Roman ist das Monument, das den Arbeitpriestern errichtet wurde. Grandios und bewegend. Der berühmteste Autor…

  • Jean-François Six: Charles de Foucauld. Der geistliche Werdegang. Neue Stadt 2008

    Der Kenner von Charles de Foucauld, der großartigen und komplexen französischen Gestalt, ist Jean-François Six, Ex-Priester und Autor von mehr Foucauld-Büchern, als man ernsthaft lesen kann. Das vorliegende ist eine 400 Seiten lange ausführliche Biografie. Wer unter 100 Seiten bleiben will kann, ebenfalls von Six, Der kleine Bruder Jesu. Herder 2005 lesen.

  • Régine Pernoud: Martin von Tours. Einer, der wußte, was recht ist – Biographie, Herder 1997

    Die Martin-Biografie von Pernoud ist die beste, die man finden kann: ein echtes erbauliches Heiligenleben, die Gestalt des Gallien-Missionars zugleich historisch erforscht. So sehr die spätantike Biografie aus der Feder des Sulpicius Severus fremd bleibt, so sehr bringt Pernoud Martin nahe.

  • Sulpicius Severus: Sankt Martin. Seine Geschichte, geschrieben von einem Augenzeugen. Communio Sanctorum 2018

    Die Hagiografie von Sulpicius ist das wichtigste Dokument über den heiligen Martin von Tours, den Missionar Frankreichs, Mönch und Thaumaturg zugleich. Online ist die Erzählung hier zu finden.

  • François Mauriac: Natterngezücht. Lebensroman eines Selbstsüchtigen. Credo 2022

    Die Familie ist immer irgendwo eine „buckelige Verwandtschaft“, die Familie nach Mauriac ist gleich ein „Natterngezücht“. „Die riesige Erbschaft, die sie erwartet, zieht eine Familie mit magischer Kraft in die Nähe des sterbenskranken Vaters. Der Alte jedoch setzt seine letzten Energien daran, um den Seinen, die ihn wie giftige Schlangen umzüngeln, leer ausgehen zu lassen.…