Aus Rom kommen Schreiben verschiedenster Art, direkt vom Papst oder aus den Dikasterien, Gelegenheitsschreiben oder Lehrstücke. Wir führen aus der riesigen Zahl hier nur ein paar wenige an. Die Liste wird weiter wachsen.
Mater populi fidelis, 2025, Glaubensdikasterium
Es geht um die Gottesmutter. Der Text ist begriffen worden als eine Abrechnung mit dem schwer zu rechtfertigenden Marientitel „Maria Miterlöserin“. Tatsächlich sagt das Glaubensdikasterium bloß: zu kompliziert, bitte andere Titel benutzen. Und zwar vor allem den Titel der Mutter, über die der Text viel Schönes sagt. Was ist Marias Rolle ? „Sie ist die weibliche Äußerung all dessen, was die Gnade Christi in einem Menschen bewirken kann“ (Nr. 1).
Spe Salvi, 2007, Enzyklika von Papst Benedikt XVI.
Die schönste Enzyklika seit es Enzykliken gibt! Ein großes Lehrstück über die Hoffnung. „Die christliche Botschaft war nicht nur ‚informativ‘, sondern ‚performativ‘ – das heißt: Das Evangelium ist nicht nur Mitteilung von Wißbarem; es ist Mitteilung, die Tatsachen wirkt und das Leben verändert. Die dunkle Tür der Zeit, der Zukunft, ist aufgesprengt. Wer Hoffnung hat, lebt anders; ihm ist ein neues Leben geschenkt worden“ (Nr. 2).
Ordinatio sacerdotalis, 1994, Johannes Paul II.
Zwei Punkte stechen hervor: (1) Die Kirche ist die Verwalterin des Glaubensgutes, das sie empfangen hat, nicht die Entwicklerin.
(2) Zwischen Mann und Frau besteht kein Unterschied in der Würde, sondern ein Unterschied im Amt: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.„
Johannes Paul II. hielt es für notwendig mit alle Klarheit auf ein gleichartiges Schreiben aus den 70er Jahren zurückzukommen. Vorher und nachher ist viel Tinte geflossen, doch nichts ist eindeutiger als der Text des Papstes: die katholische Kirche ist an ihr Erbe gebunden und nicht frei Frauen zu Priestern zu weihen.
Paenitemini, 1966, Paul VI.
Das unscheinbare Dokumente erläutert die Fastenzeit: das Ziel der äußeren Buße ist die innere Bekehrung. Dennoch hat die katholische Fastenzeit ihre Regeln. Mehr dazu in unseren Empfehlungen zur Fastenzeit.
