Die Bibel

Das Buch schlechthin. Biblia heißt nichts anderes als einfach das: die Bücher.

Die Bibel ist die heilige Schrift. Heilig, weil sie Gottes Wort ist, das von jeder Menschengeneration neu gelesen werden muss, in immer neue Herzen und Hirne dringt und sie wandelt, denn es ist nicht einfach irgendeine Schrift, die hier spricht, sondern Gottes mächtiges Wort.

Mächtig ist dieses Wort und ewig. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (Matthäus 24, 35)

Es ist das ewige Wort des Vaters. Jesus sagt: Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. (Johannes 17, 17)

Diese Wort wirkt den Menschen um und macht ihn neu: Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens. (Hebräer 4, 12)

Kein christlicher Weg führt an der heiligen Schrift vorbei. Jegliche Tradition muss sich an ihr messen, jeder Glaube von ihr erbaut und geleitet sein, jedes Herz sich von ihr ansprechen lassen, von Gottes Offenbarung.

Nachdem Gott viele Male und auf viele Weisen durch die Propheten gesprochen hatte, „hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns gesprochen im Sohn“ (Hebr 1,1-2). Er hat seinen Sohn, das ewige Wort, das Licht aller Menschen, gesandt, damit er unter den Menschen wohne und ihnen vom Innern Gottes Kunde bringe (vgl. Joh 1,1-18). Jesus Christus, das fleischgewordene Wort, als „Mensch zu den Menschen“ gesandt (3), „redet die Worte Gottes“ (Joh 3,34) und vollendet das Heilswerk, dessen Durchführung der Vater ihm aufgetragen hat (vgl. Joh 5,36; 17,4). Wer ihn sieht, sieht auch den Vater (vgl. Joh 14,9). …

Niemandem kann es entgehen, daß unter allen Schriften, auch unter denen des Neuen Bundes, den Evangelien mit Recht ein Vorrang zukommt. Denn sie sind das Hauptzeugnis für Leben und Lehre des fleischgewordenen Wortes, unseres Erlösers. Am apostolischen Ursprung der vier Evangelien hat die Kirche immer und überall festgehalten und hält daran fest; denn was die Apostel nach Christi Gebot gepredigt haben, das haben später unter dem Anhauch des Heiligen Geistes sie selbst und Apostolische Männer uns als Fundament des Glaubens schriftlich überliefert: das viergestaltige Evangelium nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Unsere heilige Mutter, die Kirche, hat entschieden und unentwegt daran festgehalten und hält daran fest, daß die vier genannten Evangelien, deren Geschichtlichkeit sie ohne Bedenken bejaht, zuverlässig überliefern, was Jesus, der Sohn Gottes, in seinem Leben unter den Menschen zu deren ewigem Heil wirklich getan und gelehrt hat bis zu dem Tag, da er aufgenommen wurde (vgl. Apg 1,1-2). 

(Zweites Vatikanum: Dei Verbum)

Es lohnt sich nicht, irgendeine bestimmte Übersetzung anzugeben, denn die sind Legion; auch beste Übersetzungen gibt’s wie Sand am Meer. Besonders empfohlen sei trotzdem die schöne Einheitsübersetzung von 1980, die man hier online findet oder auch hier.

Eine besondere Rolle spielt das Buch der Psalmen, die Gebetssammlung Israels, die im Tempel gesungen wurde und seit Jahrhunderten das christliche Stundengebet prägt.

Jedes Jahr werden etwa 400 Millionen Bibeln oder einzelne biblische Schriften gedruckt. Die Heilige Schrift ist in ungefähr 2.650 Sprachen verfügbar. An weiteren 1.700 Übersetzungen wird derzeit gearbeitet (Stand 2014). Damit ist und bleibt die Bibel das am weitesten verbreitete und am häufigsten übersetzte Buch der Weltgeschichte.


Der katholische Bibelkanon zählt 73 Bücher. Wie kann man sich die Reihenfolge der Bücher merken? Nur über eine Eselsbrücke. Ein Brückchen folgt hier. Die Akzente geben die Betonung an, um die Anfangssilben gut zu verinnerlichen:

Bücher des Mose

GénExLévNumDeú

Historische Bücher

JósRiRútSamSámKoKó

ChroChróEsNéToJúdEsMákMak

Weisheit

HiPsáSpriKóHoWeíSir

Propheten

JésJeKláBaÉzDanHó

JóAmÓbJoMíNaHábZefHáSachMál

Neues Testament

MáMaLúJoÁp

Briefe

RóKoKóGalÉphPhiKó

ThessThéssTimTímTitPhíl

HeJákPePéJoJóJoJúdOff