
Dieses Buch ist genauso wie die Amerikaner gerne sind: präzise und effizient. Und es gibt diesen großartigen journalistischen Trick, jede gute Idee zu einem griffigen Satz umzubauen, Eselsbrücke und Werbeslogan zugleich.
Apologetik – worum geht es? Verteidigung des Glaubens, indem man ihn rational durchleuchtet und erklärt, in Sicht auf die Vorwürfe der (atheistischen) Zeitgenossen.
Man verzeihe mir diesen Ausflug in die englischsprachige Literatur. Ich werbe um Verständnis: es gibt einfach auf dem deutschen Markt fast nichts dazu. Apologetik ist verpönt: zu missionarisch, zu unwissenschaftlich, zu unterkomplex, zu sehr für Evangelikale Fundamentalisten. Und wer weiß welche Vorwürfe noch gemacht werden. Das letzte große deutschsprachige Werk stammt von 1817: Entwurf Einer Apologetik Der Christlichen Religion.
Die Furcht vor der Apologetik ist das Gegenstück zum Mangel an Mission. Man will ja keinen zwingen. Man will aber auch niemanden überzeugen. Vielleicht glaubt man im Grunde auch selbst nicht ganz an die Kernsätze, die es zu verteidigen gilt.
Das Buch von Kreeft und Tacelli, ich finde es wunderbar. Handlich, griffig, geradlinig (doch nicht platt). Ein paar Beispielseiten gibt es hier bei Amazon, wenn man auf das Cover klickt.
Für mich ist übrigens einer der besten Apologeten derzeit Raniero Cantalamessa, insbesondere mit seinen Karfreitagspredigten (das zugehörige Buch gibt es auch nicht auf deutsch…). Und C.S. Lewis natürlich, mit Pardon ich bin Christ. Wer mehr sucht, schaue hier.
Außerdem gibt es das spannende Feld der christlichen Apologetik im Blick auf den Islam, wie um Beispiel bei Mark A. Gabriel: Jesus und Mohammed.

