Kategorie: Christliche Literatur

  • Louis de Wohl: König David. Brockhaus 1996

    König David ist die Vaterfigur Israels, der Archetyp des guten Königs und ein Gottesfreund. Zugleich ist er ein Sünder heißblütiger Art, der bis zum Ende Vergebung sucht und findet. Sein Leben taugt zum Roman, zwischen Verfolgung und Sieg, inniger Freundschaft und achtloser Liebelei, zwischen Erwählung und Verwerfung. Leonhard Cohen hat ihm sein berühmtes „Halleluja“ gewidmet,…

  • Sigrid Undset: Gymnadenia. Rütten & Loening 1929

    Vor allem für ihre herausragende Historische Roman-Trilogie Kristin Lavranstochter gelobt und bekannt, die auf mehreren unserer ad-fontes–Leselisten zu finden ist, hat die norwegische Nobelpreisträgerin auch im Genre der Gegenwartsliteratur Großartiges verfasst, von dem das meiste sich bedauerlicherweise jedoch nur noch antiquarisch aufstöbern lässt: Wie Gymnadenia, der erste von zwei Teilen einer Erzählung um den jungen…

  • Fjodor Dostojewskij: Die Brüder Karamasow. Fischer 2021

    Dostojewskijs Roman ist ein Universum der menschlichen Kontraste, in dem Atheismus und Heiligkeit, Liebe und Hass, Tugend, Verworrenheit und Leidenschaften gerade nebeneinander stehen, verkörpert durch die drei ungleichen Brüder, den wahnsinnigen Vater und die Frauen der Geschichte. Hinter dem Familiendrame bleibt das ganze Werke eine große „christliche Apologetik“ (Sergej Pauli). Hier hat Dostojewskij seine berühmte…

  • G.K. Chesterton: Die Einfalt des Pater Brown: Die ersten zwölf Kriminalgeschichten um den Priester und Detektiv. Holzinger 2017

    Die Father-Brown-Krimis sind einfach nett. Typische Krimiliteratur: der mehr oder weniger unbeteiligte Priester, Father Brown, kommt – sieht – und löst den Fall. Warum ein Priester? Brown ist Chestertons Vehikel für einen sachlichen, bescheidenen Katholizismus, der einzige Fels im Strudel des Irrsinns (und der Sünde) der Welt. Inmitten der Geschichten gibt es sorgsam destillierte Weltweisheit,…

  • Sigrid Undset: Kristin Lavranstocher. Drei Bände. Kröner 2021-2024

    Band 1. Der KranzBand 2. Die FrauBand 3. Das Kreuz Wer sich in den Bann der Lavranstochter begibt, kommt daraus nicht schnell wieder hervor. An Sigrid Undsets Hand gleitet man hinein in das christliche Mittelalter Norwegens, in eine Zeit von Sünde und Liebe, Hingabe und Gebet, Rohheit und Zärtlichkeit, eine Welt, die man bald dafür…

  • Robert Hugh Benson: Der Herr der Welt. Media Maria 2015

    Bensons Roman stammt vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Die großen Schriftsteller der Finsternis haben bei ihm gelernt, Orwell und Huxley. Die Dystopie des Priesters und Konvertiten Benson ist nichts anderes als eine Apokalypse, in die englische Gegenwart hineinübersetzt. Die Welt gerät aus den Fugen und ist zugleich unter einem vergöttlichten Diktator geeint. Die Kirche besteht,…

  • Gertrud von le Fort: Die Magdeburgische Hochzeit. insel 2018

    Die Magdeburgische Hochzeit – das ist von le Fort in Höchstform. Mitten im Dreißigjährigen Krieg spielt ihr historischer Roman, der ein stilistisches und kompositorisches Meisterstück ist.

  • Louis de Wohl: Der Sieger von Lepanto. Walter 1956

    Das Don Juan-Buch von de Wohl steht hier nicht weil es besonders alt, sondern weil es besonders nett ist: einfach eine schöne Geschichte – nicht über einen Heiligen, der war Don Juan nicht, sondern über einen christlichen Herrn und sein christliches Jahrhundert. Zusammen mit ihm steht der Leser vor Karl V. und mitten im katholischen…

  • Jon Fosse: Morgen und Abend. Rowohlt 2003

    Wer nach einem lesbaren Einstieg in das nicht unbedingt leicht zugängliche Werk des Norwegers Jon Fosse, des Literaturnobelpreisträgers von 2023, sucht, dem sei der kurze Roman „Morgen und Abend“ empfohlen.

  • Franz Werfel: Barbara oder Die Frömmigkeit. Fischer 1996

    Die Welt dreht sich, das Kreuz steht fest. So drehen und winden sich die politischen Kräfte im Österreich des Ersten Weltkriegs in allen sozialen Schichten in Werfels Roman. Darin steht nur eine still, die fromme Barbara, die tschechische Bedienstete. Als gütige Mutter von Ferdinand (die sie eigentlich gar nicht ist) bleibt sie im Schatten. So…